Die Anlage

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Geschichte

Unsere genossenschaftliche Biogasanlage hatte ihren Baubeginn im September 2010. Im März 2011 erfolgte dann die erste Einspeisung ins lokale Stromnetz. Seit dem Zeitpunkt wird jährlich eine elektrische Energiemenge von ca. 1.500.000 kWh bereitgestellt und in das regionale Stromnetz eingespeist.

Die Abwärme, die beim Betrieb der BHKW dabei anfällt, wurde zu Beginn “nur” genutzt, um den Prozess im Gärbehälter, die Werkstatt und die Büroräume der Anlage zu beheizen. Außerdem wurde von Anfang an das Wohnhaus des landwirtschaftlichen Betriebes vor Ort mit Wärme beliefert. Der Überschuss wurde mittels einem Kühler an die Umwelt abgegeben.
Da dies keine optimale Lösung war, wurde überlegt ein Nahwärme-Konzept in Heiligkreuz zu realisieren. Im Sommer, wenn die angeschlossenen Haushalte kaum Wärme benötigen, ist dann jedoch wieder überschüssige Wärme vorhanden. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2013 neben dem ersten Bauabschnitt des Nahwärmenetzes noch eine Holztrocknung angeschafft, um die komplette anfallende Wärme zu nutzen.

Da seit einiger Zeit immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien in das Stromnetz eingespeist wird, haben diese Stromlieferanten auch eine gewisse Verantwortung bezüglich der Versorgungssicherheit. Wind und Sonne sind an die Witterung gebunden und können deswegen nicht bedarfsorientiert Strom abliefern. Biogas hingegen hat hier den Vorteil der Speicherbarkeit. Wir haben uns dazu entschlossen, das Stromnetz aktiv zu unterstützen und haben im Juli 2014 ein zweites BHKW auf der Biogasanlage installiert. Gleichzeitig wurde die reine EEG-Vergütung umgestellt auf das Marktprämienmodell mit Direktvermarktung des Stroms an der Börse in einem vollautomatischen Fahrplanbetrieb. Somit können unsere BHKW je nach Marktsituation von einer Leitwarte aus gesteuert werden, um bedarfsgerecht Strom und Wärme abzuliefern. Dank der großzügig dimensionierten Gas- & Wärmespeicher kommt es hierbei zu keinen Komplikationen im Gärprozess und der Wärmeversorgung.

 

Daten

  • BHKW 1: 180kW(el), ~200kW(th)
  • BHKW 2: 150kW(el), ~180kW(th)
  • 24m³ Trioliet Stationärmischer mit Awila Seitendirekteintrag
  • Fermenter: Durchmesser 20m, Höhe 6m mit Tragluftdach
  • Gasdichtes Endlager: Durchmesser 20m, Höhe 6m mit Tragluftdach
  • Wärmepufferspeicher 30 + 11 m³
  • Fahrsiloanlage: 4500m³

 

Beteiligte Firmen